Montag, 7. Mai 2012

Wechsel nach Ibanda

Konvent der Good Counsel Sisters in Ibanda
Nach Ostern nahm ich Abschied von Kyamuhunga und den Schwestern im Konvent und machte mich auf nach Ibanda für neue Abenteuer. J
Ibanda ist eine Stadt auch im Westen von Uganda ca. 70 km nördlich von Mbarara.
Hier unterstützt die Uganda-Hilfe 3 soziale Einrichtungen der Erzdiözese, in denen ich fortan eingesetzt bin.

In Ibanda angekommen wurde ich erst einmal herzlich von den Schwestern begrüßt und bezog mein Zimmer im Konvent.


Im Konvent fühle ich mich ziemlich wohl. Mein Zimmer ist toll, die Schwestern sind nett und die Stimmung ist auch einfach gut.
Auch genieße ich hier den Luxus von leckerem Essen, Schwestern, die mich umsorgen wie eine Tochter und jeden Abend einen Kanister mit warmem Wasser zum Duschen!!
J

Ich, Sr. Stella und Sr. Venni beim Kochen


Sr. Agnes beim Ananasschneiden



Essenfassen! - Abendessen im Konvent

Das Jüngste und Älteste Community-Mitglied :)
 - Ich mit Sister Veronica

Eingang zum Babies Home

Meine Arbeit teile ich mir hier auf 3 Projekte auf.
So werde ich bei Anne im Old Sisters Home versuchen mitzuhelfen und dort feste Aufgaben finden.
Neben der Versorgung der alten Schwestern, gibt Anne Pflegeunterricht und fährt auch einmal in der Woche in die umliegenden Dörfer, um dort alte und kranke Menschen zu versorgen.
Hier möchte ich gerne Anne beim Unterricht helfen und auch bei der Unterstützung der Alten helfen.

Das Babys Home in Ibanda ist ein Heim für ca. 30 Halb- und Vollwaisen im Alter von einem Tag bis zu 3 Jahren.
Auch hier möchte ich das Personal unterstützen und die ganz Kleinen versorgen, wie auch mit den Größeren spielen und toben.


Die Kleinen auf einer Matratze am Boden
Mein erster Kaiserschnitt in Ibanda:
Die süßesten Zwillinge der Welt!! :)

Momentan liegen 3 Wochen in Ibanda hinter mir und ich hatte noch nicht so viel Zeit mich im Old Sisters Home und im Babys Home einzuarbeiten.
Ich habe beide Projekte mittlerweile besser kennengelernt und auch schon einige Zeit dort verbracht, möchte mich aber bis September noch viel mehr einbringen und wirklich aktiv werden.

Wie auch in Kyamuhunga, arbeite ich auch hier in Ibanda wieder im Krankenhaus.
Da mein Interesse und meine Liebe für die Geburtshilfe nicht abgeflaut ist, findet man mich hier auch im Kreißsaal wieder.
J
Das Krankenhaus in Ibanda ist das einzige Krankenhaus in der Region und hat durch sein großes Einzugsgebiet auch viel mehr Patienten als Kyamuhunga.
Das Personal ist fit und mit meinem Basiswissen und Erfahrungen aus Kyamuhunga, kann ich hier richtig toll mitarbeiten und auch unglaublich viel dazu lernen.
Ich fühl mich im Kreißsaal wohl, die Arbeit macht richtig Spaß und ich bin froh viel beschäftigt zu sein.
So habe ich hier im Durchschnitt 3 Entbindungen am Tag und ca. 25 Patientinnen (+ Neugeborene) auf der Wochenbettstation.
Da gibt es immer irgendetwas Interessantes zu sehen und zu tun.
Absolutes Highlight war eindeutig die Entbindung von Drillingen. (Die Mutter hat normal entbunden, kein Kaiserschnitt!!)

Drei auf einen Streich!! Phiona (Hebamme) und ich nach der Geburt...

Ich werde euch noch genauer über mein Leben und meine Arbeit in Ibanda berichten.
Aber nach nun schon 8 Monaten hier in Uganda, verabschiede ich mich morgen in den Urlaub!
So heißt es für mich:
Tschüss Uganda und Hallo Sansibar!!
J

Ich melde mich dann in 3 Wochen mit ein paar Bildern zum neidisch machen…
J

Bis dahin,



eure Anja.

Sonntag, 22. April 2012

Mein Geburtstag und Ostern


Nach den guten Neuigkeiten zum Poor Patients Fond, versorge ich euch nun mit den neusten Geschehnissen vor Ort. (naja sooo neu sind sie auch wieder nicht
J )

Kuchen und Blumen am Frühstückstisch
Am 29. März habe ich zum ersten Mal ohne meine Familie und Freunde aus Deutschland meinen Geburtstag gefeiert.
Ich habe mich darauf gefreut ihn einmal anders zu feiern und wollte auch eine kleine Feier machen.
Die Schwestern und ich einigten uns darauf meinen eigentlichen Geburtstag ganz gemütlich zu feiern und die Party am darauffolgenden Samstag zu machen.
So verbrachte ich meinen 22. Geburtstag in Kyamuhunga und freute mich über einen Kuchen mit Kerze, sowie ein Ständchen der Schwestern beim Abendessen.

Für Samstag hatte ich dann einiges vorzubereiten und mit Hannahs tatkräftiger Hilfe haben wir dann 10 Betten in unserem Haus aufgeschlagen.
Die Schwestern waren den ganzen Samstag fleißig am Kochen und Vorbereiten und ich langweilte mich schon ein wenig, da ich Küchenverbot hatte.
J

Kuchenanschneiden mit:
Derek, Sebastian, Sr. Josephine und Sr. Cecilia


Sr. Maria und ich beim Kuchenverteilen
Abends trafen dann schließlich meine Gäste ein:
Anne mit Sister Josephine und Sister Christine aus dem Old Sisters Home.
Annett und Amelia aus Ibanda.
Nina, eine Freiwillige aus Mbale (Osten Ugandas) mit Markus, Sabine und Sebastian aus Kampala und Anna aus Bushenyi.
Sowie die Ärzte und unsere zwei Medizinstudenten ausm Krankenhaus und zwei Hebammen vom Kreißsaal.
Mit den Schwestern aus Kyamuhunga waren wir dann eine ganz gute Truppe und haben nach einer kleinen Messe dann gemeinsam das Buffet gestürmt.
Leckeres Essen gab es dank den Schwestern reichlich und auch Kuchen durfte natürlich nicht fehlen.
So saßen wir zusammen, haben gequatscht und getanzt. (Anne und ich haben den Schwestern Macarena-Tanzen beigebracht, was echt witzig war
à typisch deutscher Tanz eben J )
Und ich habe meine Geburtstagsparty bis in die frühen Morgenstunden sehr genossen.


Am nächsten Tag habe ich dann erst meine Geschenke ausgepackt, denn wie mir die Schwestern erklärten ist es hier in der Kultur nicht angebracht Geschenke direkt vor allen auszupacken und dass man damit wartet, bis man zu Hause ist.
Bevor mich dann meine Gäste alle wieder verlassen haben, haben wir den Sonntag noch genutzt und fuhren gemeinsam in den Nationalpark und haben so meine Feier ausklingen lassen.
Meine Geschenke!! :)
Der Marsch auf den Berg

Und jeder mit seinem eigenen Kreuz

Nach meinem Geburtstag stand schon das nächste Fest an: Ostern.
An den Feiertagen war jeden Tag eine schöne Messe und am Karfreitag ging es dann auf den „Haushügel“ beim Way oft he Cross.
Jeder nahm sein eigenes Kreuz von zu Hause mit in die Kirche und sollte es dann als eigene Last den Berg hinauf tragen.
Leider fing es nach der Messe zum Regnen an und nur die Hartnäckigsten (zu denen ich nicht gehörte :) ) liefen bis ganz nach oben.

Ostersonntag gab es dann noch ein schönes Osterfrühstück mit der ganzen Community. (leider ohne Eiersuche
J )





Über die Schwestern in Kyamuhunga lernte ich eine Schwester kennen, die in der Nähe in einem Health Center als Hebamme arbeitet.
Health Centers sind „Gesundheitszentren“ und werden in verschiedene Versorgungsstufen eingeteilt, sie stehen unter einem Krankenhaus.
In diesem Health Center (Stufe 3 von 4) werden hauptsächlich Malariapatienten behandelt, sie haben auch ein kleines Labor und eine Geburtshilfe mit Schwangerschaftsvorsorge.
Insgesamt leben 3 Schwestern in dem Dorf Nyakatsiro.
Sr. Christine, Sr. Bonna, ich und Father Denis

Sie haben Hannah und mich am Ostermontag abgeholt und wir fuhren erstmal gemeinsam zu einem Picknick.
J
Es war ein toller Tag mit viel Sonne, gutem Essen und ugandischer Musik zum Abtanzen!!
Die restliche Woche haben wir dann in Nyakatsiro im Health Center verbracht, wo wir morgens bei der Schwangerschaftsvorsorge und abends bei Geburten geholfen haben.


Sr. Christine und ich


Die Kinder ausm Dorf beim Tanzen

Großer Kreis mit allen Kindern!



Die süüüße Agnes mit ihrer Mama

Beim Besuch einer Mama mit ihren Drillingen


Soweit von mir.


Bis bald,

eure Anja.


Montag, 16. April 2012

Spendenaktion - Poor Patients Fond

Ich bin geschockt, glücklich und überwältigt.

Nach dem ich meinen letzten Post mit dem Spendenaufruf für den Poor Patients Fond online gestellt habe, habe ich gehofft für die Patienten und für das Krankenhaus wenigstens einen kleinen Betrag sammeln zu können und somit vielleicht die Rechnungen von 2-3 Patienten zu begleichen.
Nach dem mein Internet in Kyamuhunga ziemlich schlecht war, konnte ich die Aktivitäten auf meinem Bankkonto nur sehr selten aufrufen.
Doch als ich nach meinem Geburtstag schließlich einen Blick darauf warf, war ich einfach nur schockiert (im positivem Sinne
J ).
Denn schließlich beträgt die Gesamtsumme der Spenden:

1040,- Euro (Ach nein, es kamen ja noch zwei Spenden dazu.) Ich korrigiere:

1110,- Euro


Eure Spendenbereitschaft war riesig und ich hätte nie erwartet, dass so viele meiner fleißigen Blogleser aktiv wurden und auch Freunde und Familie ansprachen.
Die tolle Nachricht habe ich am Ostersonntag auch gleich bei einem großen Festessen den Schwestern im Konvent mitgeteilt, die sich wie ich riesig darüber gefreut haben und den hohen Spendenbetrag gar nicht fassen konnten.
Und ich bin nicht nur glücklich darüber, dass dieser große Spendenbetrag zusammengekommen ist, sondern ich finde es unglaublich toll, wie interessiert ihr alle an meiner Tätigkeit vor Ort seid und dass auch euch Menschen in über 6000 km Entfernung nicht egal sind und ihr einen Beitrag leisten möchtet.

Und dafür sage ich euch: DANKE!
Sister Maria und ich bei der Spendenübergabe
(mit dem alten Spendenbetrag von 1040 Euro)

Ich habe das Geld an Sister Maria übergeben, die den Poor Patients Fond verwaltet und auch Patienten zu Hause besucht.
Mit dem gespendeten Geld konnten wir nun vor Ort sowohl die offenen Krankenhausrechnungen von Granny, Mujuni, Venencia, Scovia und den anderen bezahlen, als auch den aktuellen Fond mit gut 800 Euro auffüllen, damit auch zukünftige Poor Patients eine Unterstützung finden.

Oft haben wir auch Patienten, die sich während des Krankenhausaufenthalts nicht einmal etwas zu Essen kaufen können, mal abgesehen von Seife und Hygieneartikeln.
Jetzt hat auch hier Sister Maria die Möglichkeit für diese sehr armen Patienten, die nötigsten Einkäufe zu erledigen und kann somit wenigstens die Grundversorgung sicherstellen.

Also ihr könnt alle stolz auf euch sein!!

Und nun sage ich persönlich an meine 28 Spender:
DANKE,


Markus Weis,
Melanie Daniel,
Romana Harzenetter,
Jessica Hitzler,
Tanja Reither,
Martina Buchs,
Stefanie Schmidinger,
Helga Brockbals,
Karoline Passek,
Simone und Rita Waltner,
Simon Fiechtner,
Markus Fleschutz,
Susanne Köppl,
Familie Schmidinger,
Christian Brockbals,
Florian und Andrea Hafner,
Daniela Müller,
Jennifer Burkhardt,
Anja Fehlig,
Familie Pfeifer,
Karin Höll,
Maria und Benedikt,
Familie Läufle,
Jenny Pauls,
Astrid und Andreas Fehlig
und Peter Gerung,
Elisabeth Miller,
Sabine Miller.

Ich werde euch über weitere Aktivitäten und Patienten des Poor Patients Fond auf dem Laufenden halten und stehe natürlich für Fragen oder weitere Spenden gerne zur Verfügung!!

Glückliche Grüße aus Ibanda und bis bald,

eure Anja.

Dienstag, 20. März 2012

Eure Hilfe...

Adeke (1 Jahr) ist eine unserer vielen
kleinen Patienten im Krankenhaus
In wenigen Tagen ist der 29.März.
Mein 22. Geburtstag.

Ein Alter das viele Ugander gar nicht erreichen.
Und besonders im Sinne meines eigenen Geburtstages kann ich nicht still stehen, sondern möchte etwas tun, möchte aktiv sein.


Ich weiß, dass ich mit meiner Arbeit hier vor Ort nicht die Welt retten werde (will ich auch gar nicht), aber ich weiß auch, dass ich viele kleine Welten verändern kann, in dem ich durch meine Mithilfe und mein Engagement Patienten versorge und auch mit dafür Sorge, dass meine kleinen Patienten auch irgendwann ihren 22. Geburtstag feiern können.

Trotz allem bin ich aber vor Ort auch sehr oft hilflos. Denn all meine Arbeit hilft auch nicht mehr weiter, wenn es an einem scheitert. Und zwar am Geld.

Viele Patienten im Krankenhaus in Kyamuhunga sind sehr arm. Viele sind auf die Hilfe ihrer Familien angewiesen, sofern sie diese noch haben. (Und nicht beispielsweise an AIDS verloren haben.)
Im Gegensatz zu vielen anderen Krankenhäusern in Uganda, nimmt das St. Daniel Comboni Krankenhaus alle Patienten auf, ohne vorher eine Anzahlung zu verlangen.
Dies passiert auch häufig in dem Wissen, dass viele Patienten die anfallenden Kosten nicht begleichen können.
Manchmal sind es hohe Summen, aber oft nur wenige von Euros, die die Familien für die Behandlung nicht zusammen bekommen.

Die Humanitäre Hilfe für Uganda hat aus diesem Grund einen Spenderkreis für diese Patienten zusammengestellt und daraus den Poor Patients Fond gegründet.
Dieser soll die offenen Krankenhausrechnungen der ärmsten Patienten übernehmen, die diese nicht begleichen können.


Ich möchte euch auch gern ein paar Patienten aus dem Poor Patients Fond vorstellen:


Granny ist 3 Jahre alt
und lebt als AIDS-Waise bei ihrer Großmutter.

Sie erkrankte an Malaria und musste zur Behandlung ins Krankenhaus nach Kyamuhunga kommen.



Ihre offene Rechnung beträgt sich auf 20.000 UGX - ca. 6 Euro.



Venencia ist stark von ihrer AIDS-Erkrankung gezeichnet und man sieht ihr ihre 20 Jahre nicht an.

Da sie AIDS-Waise ist kann ich nur hoffen, dass ihr nicht das gleiche Schicksal wie ihren Eltern bevor steht, die in sehr jungem Alter ihrer Krankheit erlagen.

Venencia hatte einen schlechten Allgemeinzustand durch AIDS und wurde im Krankenhaus neu auf ihre HIV-Medikation eingestellt.
Ihre offene Rechnung beträgt 25.000 UGX - ca. 8 Euro.




Mujuni ist 16 Monate alt und auf dem Bild mit seiner Mutter zu sehen.
Der Vater hat beide verlassen und sie sind nun auf sich alleine gestellt.

Mujuni hat einen Nabelbruch, wodurch nun ein Stück Darm in den Nabel hervorgetreten ist.
Erst nachdem der Nabel großes Ausmaß angenommen hatte, sah die Mutter keinen anderen Ausweg als ins Krankenhaus zu kommen.


Die Hernie ist mit einem einfachen operativen Eingriff gut zu behandeln.
Offene Rechnung: 50.000 UGX - ca. 16 Euro.


Scovia ist 18 Jahre alt und wurde ungewollt schwanger.
Bei der Entbindung gab es Komplikationen und nach dem Kaiserschnitt hatte sich auch noch die Wunde am Unterbauch infiziert.
Diese musste so noch einmal chirurgisch gereinigt werden. Nach fast 2 Monaten Krankenhausaufenthalt stand sie nun mit Emmanuel (ihrem Sohn), aber ohne Vater des Kindes und ohne Geld, aber mit einer offenen Krankenhausrechnung von 600000 UGX - ca. 200 Euro da.
Agnes (18 Jahre) erging es mit ihrem Oscar (beide im Bild links) ähnlich und sie teilt fast die gleiche Geschichte wie Scovia.
Auch sie wurde sitzengelassen und muss nach einem Kaiserschnitt und einer Wundinfektion nun eine offene Rechnung von 300000 UGX - ca. 100 Euro begleichen.



Um sich die Situation der beiden Frauen vor Ort anzuschauen, fuhren nach der Entlassung im Februar Hannah, Maria und Sister Maria zu den Frauen nach Hause.

Tatsache war dort: Die Familien sind sehr arm!
Es gibt auch keine Möglichkeit ein Stück Land oder Tiere zu verkaufen, da sie dies einfach nicht besaßen.


Letzte Woche (nach einem Monat) haben Hannah, Sister Maria und ich die zwei Frauen noch einmal besucht.
Wir trafen beide beim Arbeiten im Feld an (mit den Säuglingen auf den Rücken gebunden), wo sie einen Beitrag zum Familieneinkommen leisten.
Es geht beiden Müttern mit ihren Söhnen gut. Und Hannah ließ auch für beide noch Tücher, Zucker und Hirsemehl da, worüber sich beide sehr freuten.

Diese und viele weitere Personen werden vom Spenderkreis der Ugandahilfe unterstützt. Privatpersonen des Spenderkreises spenden monatlich, Jährlich einen Beitrag und helfen dadurch vielen Ugandern durch eine absolute Notlage und stellen somit die medizinische Versorgung sicher. (egal ob arm oder reich)
Trotz engagierten Spenden reichen die Gelder vor Ort nicht aus und die Situation wird für das Krankenhaus immer schwieriger, da es sich selbst in Schulden stürzt.
Dies möchte ich aber gerne verhindern.
 
Und da kommt ihr ins Spiel. J

Mit meinem heutigen Post möchte ich euch alle um ein kleines Geburtstagsgeschenk bitten.
Ich möchte euch bitten, den Poor Patients Fond mit einer kleinen Spende zu unterstützen.

Ich verlange keine Unsummen von euch, spendet einfach wie viel ihr möchtet.
Jeder Euro kann vor Ort etwas bewirken und ihr würdet so meine Arbeit unglaublich unterstützen.
Und ihr dürft auch gern Freunde, Nachbarn und Kollegen aufmerksam machen und so selber aktiv werden.
J
Ihr könnt euch bei diesem Aufruf sicher sein, dass das Geld vor Ort und Stelle für die Patienten eingesetzt wird, denn ich werde das Geld persönlich an Sister Maria überreichen, die die offenen Behandlungskosten zum Beispiel von den jungen Müttern Scovia und Agnes begleichen wird.
Wenn ihr auch gezielt die Rechnung einer der oben genannten Patienten begleichen möchtet, dann schickt mir einfach einen Nachricht dazu.

Dies ist mein Konto, an das ihr eure Spenden richten könnt:
Anja Ferder
Kto. 735872400
comdirect Bank
BLZ: 200 411 44

Wegen Fragen und Anmerkungen stehe ich euch auch gern per Email zur Verfügung: anja.ferder@googlemail.com


 
Außerdem möchte ich meinen Eltern, meiner Tante und meinem Onkel (Mine und Werner), sowie meiner Tante Rita danken, dass sie durch eine Patenschaft den Spenderkreis unterstützen und so die Versorgung von Patienten durch den Poor Patients Fond möglich machen.

 
Danke auch schon einmal im Vorraus an euch alle!

Bis bald,

eure Anja.

Sonntag, 4. März 2012

Halbzeit

Genau heute vor 6 Monaten bin ich meine Reise nach Uganda angetreten.
Nun ist ein halbes Jahr hinter mir und somit die Hälfte meines Freiwilligendienstes schon vorbei...
Wenn ich ein wenig zurück blicke, kann ich manchmal garnicht glauben, wieviele Erfahrungen ich schon gemacht habe und wieviele tolle Momente ich bisher erleben durfte.

Auch sind meine Erfahrungen, die ich bis jetzt hier erlebt habe durchweg positiv.
Natürlich gab es hier und da mal Enttäusschungen und Anstrengungen, aber mir geht es sehr gut hier und ich fühle mich wohl.
Viele Dinge sind hier viel einfacher, viele aber auch komplizierter als in Deutschland.
Dennoch habe ich mich eingefunden und kann so meinen Alltag genießen.
Für die zweite Hälfte meines Einsatzes habe ich mir noch einige Dinge vorgenommen.
Zum einen möchte ich noch ein paar Projekte im Krankenhaus umsetzen, wie auch die Projekte vor Ort weiter betreuen, aber auch mehr von Afrika sehen.
So habe ich schon allerlei Pläne geschmiedet. (die ich hoffentlich in der Zeit auch unterbringen kann).

Hier ein kleiner Vorgeschmack meiner Reisepläne:
Osten Ugandas, Murchison Falls NP (Giraffen bestaunen), Ruanda und vor allem SANSIBAR!!! :)

und ich hoffe auch, dass ich noch Besuch bekommen werde, mit dem ich vllt eines dieser Reiseziele verwirklichen kann :)


Ansonsten haben sich in unserer WG ein paar Dinge verändert:

Zum einen haben wir Zuwachs bekommen:
Hannah, eine Hebamme aus Deutschland ist bei uns miteingezogen.
Sie wird 6 Monate hier verbringen und hauptsächlich im Kreißsaal in Kyamuhunga arbeiten.

Annett....

... und ich bei den Exercises.

















Ich verstehe mich mit Hannah sehr gut und sie mischt Annett und mich ein wenig auf. :)
Ich sage nur: EXERCISES!!


Außerdem ist Annett zur Zeit wenig in Kyamuhunga, da sie in Ibanda das Rettungssystem fürs Krankenhaus aufbaut.
So hat sie schon die Wagen vorbereitet, ein Team zusammengestellt und alle Gesundheitsstationen der Umgebung besucht und informiert.
Das System ist gut angelaufen und das Team hatte schon einige Einsätze, wo sie Patienten mit verschiedenen Krankheitsbildern ins Krankenhaus zur Behandlung transportierten.
Dennoch ist es auch nicht so einfach und die Einführung erfordert viel Planung und vor allem Nerven! Das Hauptproblem ist nämlich GELD!!!


Dieses Wochenende habe ich mit Hannah und Annett in Ibanda verbracht, denn wir hatten eine Party zu feiern:

ANNES 30. GEBURTSTAG
Johannes, ich und Anne
So haben wir mit Anne und den Schwestern gegessen, getanzt und einfach gefeiert. :)






Anne und Annett
Sis. Anna, Anne, Sis. Asisi und Sis. Goretti
beim Kuchenanschneiden















"Einlage" von mir, Annett und Hannah















Polognaise um den Tisch :)

Tanzeinlage von mir, Sister Josephine und Hannah


































Soweit von mir.


Bis bald,

eure Anja.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Großer Besuch II

Letzter Abend mit Tanzen in Ishaka:
Derek, Anne und Annett
Nach schönen 10 Tagen in Kyamuhunga verabschiedeten sich alle und wir sind dann noch zur Gruppe in Ibanda für 5 Tage dazugestoßen.











Auch in Ibanda waren 7 Mitglieder der Ugandahilfe fleißig am Arbeiten:

Zum Beispiel bei der Betreuung im Babys Home in Ibanda, in dem ca. 30 Vollwaisen versorgt werden.
Claudia, Kathrin, Hannah und Maria im Babys Home

Hannah mit ihrem Liebling Joseph
aus dem Babys Home


















Nadine und Jenny in einer Grundschule

Jenny hat sich als gelernte Zahnarzthelferin ein großes Projekt vorgenommen.

Sie ging in Ibanda in Grundschulen, um dort den Kindern die Wichtigkeit von Zahnhygiene zu erklären und auch die richtige Methode zum Zähneputzen vorzuzeigen.

Was auch garnicht so einfach ist, wenn man vor einer Schule mit gut 400 Schülern steht. :)









Nach anstrengenden Tagen haben wir uns dann natürlich auch eine kleine Pause verdient und so ging es für uns weiter zum Lake Bunyonyi.

Maria, Benedikt, Annett und Dr. Emmanuel
 im Boot auf dem Weg zur Insel
Der Lake Bunyonyi im Südwesten von Uganda gilt als einziger See im Land, in dem man bedenkenfrei schwimmen kann.

Er liegt auf ca. 1900 Höhenmeter und zählt zu den tiefsten Seen der Welt.
Und da er sowohl keine gefährlichen Tiere wie auch keine Billharziose beinhaltet, ist er ein beliebter Ausspann- und Touristenort.

Was wir natürlich auch gleich ausnutzen wollten.


So verbrachten wir dann zwei Tage auf einer Insel im Lake Bunyonyi.
Leider meinte das Wetter es nicht so gut mit uns und wir fröstelten bei ca. 15 Grad. :(

Thomas schwamm trotz kaltem Wasser als einziger im See
















Hannah und mein Zelt mit Blick auf See















Die letzen Tage des Besuchs haben wir alle gemeinsam dann noch in Mbarara verbracht.

Ich denke, dass es gut war, dass Mitglieder des Vereins hier waren.
Zum einen konnten wichtige Gespräche vor Ort geführt werden, um die Zusammenarbeit zu verbessern und Unstimmigkeiten aus der Welt zu räumen.
Es war auch nicht immer einfach, wenn zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen.

Aber schließlich geht es auch darum und sowohl Ugander als auch wir als Deutsche müssen versuchen aufeinander zuzugehen und so ein gelungenes Miteinander zu schaffen.
Dies muss sowohl ich lernen, als auch unsere Besucher für diese 3 Wochen.

Letzten Samstag bin ich dann mit nach Kampala gefahren und habe alle verabschiedet.

Es war schön Besuch aus Deutschland zu haben und wir hatten auch eine tolle Zeit, aber es war auch anstrengend und stressig.
Jetzt bin ich wieder im Haus mit meiner Frauen-WG :) und genieße es wieder ein wenig Ruhe und Zeit für mich zu haben.

<<  Der Alltag kann wieder losgehen >> :)


Soweit von mir.


Bis dahin,

eure Anja.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Großer Besuch I

Während in Deutschland kräftig Fasching gefeiert wurde, war bei mir die letzten Tage auch großer Trubel angesagt. :)

Denn am 5. Februar kündigten sich 14 Mitglieder der Ugandahilfe aus Deutschland an, um insgesamt 3 Wochen hier bei und mit uns zu verbringen.
Annett und ich waren schon im Vorfeld den ganzen Januar mit Vorbereitungen beschäftigt und schließlich machten wir uns gemeinsam mit Anne auf den Weg zum Flughafen, um die ganze Bande abzuholen.

Nachts gegen 3 Uhr empfingen wir dann alle mitsamt kiloweise Gepäck.
Und so haben wir uns dann alle in den kleinen Bus gequetscht. (Man bestaune das Gepäck gestapelt auf den Rücksitzen :) )






Ein kurzer Stopp am Äquatordenkmal...




Nach einer sehr kurzen Nacht in Kampala fuhren wir dann nach Ibanda (7 Stunden Fahrt), wo 7 der Besucher ihren Aufenthalt verbrachten.





Mit dem Rest ging es dann weiter nach Kyamuhunga, wo wir endlich um 23 Uhr nach einem anstrengendem Tag ins Bett fielen.


Ich begleitete die Gruppe in Kyamuhunga und versuchte deren Aufenthalt ein wenig zu koordinieren, damit sie auch eine gute Zeit bei uns hatten und geplante Projekte umsetzen konnten.

Unser großes Projekt in Kyamuhunga war:

Einen Müllverbrennungsofen für das Krankenhaus bauen.

Da bisher der Müll der Stationen nur gesammelt wurde und dann ein Stück entfernt auf einer Wiese verbrannt wird, war es unbedingt nötig einen gut funktionierenden Ofen zur Müllentsorgung zu errichten.

Die Bauarbeiten starteten (mit afrikanischem Zeitgefühl :) ) und mit guten Nerven konnte alles geleitet und überwacht werden. :)

Auch wenn es nicht so einfach war mit allen Arbeiten und Arbeitern sich auseinanderzusetzten, ist der letzte Stand der Baustelle doch ganz zufriedenstellend und in gut einer Woche können wir mit den Schwestern dann das erste Mal ein Feuerchen starten.

Ofeneingang mit Holzgerüst










Neben unserem "Großprojekt" blieb aber auch noch Zeit, um mit kleineren Unternehmungen einfach das Beisammensein zu genießen....

So waren auch alle sehr aktiv und interessierten sich für die Arbeit im Krankenhaus, wie auch HIV-Projekte und Outreaches. Aber auch gemeinsame Freizeitgestaltung stand auf dem Tagesplan.

Jenny und ich im National Park








Vorsicht Elephanten! :)








"Der Chef" Thomas mit Fred vor der Ambulanz

Gloria mit Helga und Elisabeth
beim Marmelade herstellen

Marias Geburtstag wurde im Pool mit
Aussicht auf den National Park gefeiert :)

Hannah und ich beim Sonnenbaden! ;)

Benedikt verschenkt Malsachen

Besuch bei Pius mit seiner behinderten Tochter
(für die ein Rollstuhl aus Deutschland besorgt wird)

Handarbeitsstunde
mit Stricken und Ketten anfertigen



































Eines von vielen Beweisfotos ;)




Es war schön, dass "meine 7 Schaafe" total unkompliziert und offen waren und so haben sich auch von Anfang an alle gut verstanden.

Wir hatten in den 10 Tagen in Kyamuhunga unglaublich viel Spaß und auch die Schwestern haben den Besuch sehr genossen.

Und so wurde dann schon mal die ein oder andere spontane Gartenparty geschmissen und auch der ein oder andere Weinkanister vernichtet :)

Hand für Hand!
Bei unserer Abschiedsparty....








Das Kyamuhunga-Team




Soweit zu den ersten 10 Tagen unseres Besuchermarathons.

Fortsetzung folgt....


Bis dahin,

eure Anja.